11 Februar 2014

short stories #2 Freundschaft

Bei der Frage nach Freundschaft musste ich ganz schön grübeln, um etwas auf Papier bzw. in den blog zu bringen.


Ich habe nun schon einige Posts zum Monats Thema 

von Bine und Andrea gelesen , viele sprechen mir aus der Seele und manches ist mir ganz fremd.

Freundschaft ist etwas sehr individuelles,  mir persönlich ist Freundschaft nicht so wichtig wie Familie. Das bedeutet für mich Rückhalt, Erleben, Erinnern, und ganz viel Zukunft.

Das begründe ich damit, dass ich früh schon gemerkt habe das Freundschaft oft zeitlich begrenzt ist. Meine Kindergarten Freunde wurden erst nach mir eingeschult, meine Grundschulfreunde besuchten nach der vierten Klasse das Gymnasium. Und die besten Freundinnen in der 5.- 10 Klasse waren je nach Phase in der ich mich als Teeny befand ganz unterschiedliche. Später war es nur sehr oberflächlich man war halt Mitschüler / Arbeitskollege.

Und es war doch immer gut Freunde zu haben mit denen man über alles reden kann, die mit fühlen, leiden, lieben und die dann doch ihre Wege gehen. Vergessen sind diese Wegbegleiterinnen nicht aber in der Kiste der Erinnerungen gut verwahrt. Wenn ich heute auf eine Freundin von damals treffe finde ich es schön zu hören wenn es ihr gut geht, bin neugierig wohin sie das Leben geführt hat und dann verstehe ich aber auch warum die Freundschaft nicht auf Dauer war.
 
Freundschaft braucht auch Gemeinsamkeit, ein Wir -Gefühl. Seit ich Kinder habe gibt es neue Freundschaften, und dann ist das mit dem Wir Gefühl etwas einfacher man hat nämlich immer was gemeinsam,  man ist Eltern.

Na klar versteht man sich nur wenn man ähnlich tickt, oft haben unsere Freunde auch 3 Kinder und diese sind gleich alt.  Wie schön ist es dann Familie und Freundschaft miteinander zu verbinden, Kinder groß werden zu sehen, sich Freud und Leid auszutauschen.

Und somit ist Freundschaft für mich so etwas wie ein Lebensprozess, immer im Wandel, mal eng, mal entfernt.

Es macht mich glücklich an gemeinsam verbrachte Stunden mit Freunden zu denken oder Pläne für die Zukunft zu machen, spontane Besuche, ein wenn die Kinder groß sind Gefühl, ein weißt du noch, ein Telefonat, eine Karte zu Weihnachten oder Geburtstag, und dann hat doch jeder seien Alltag zu bewältigen.
 
Ich habe gestern ein tolles Buch zum Thema Freundschaft zu Ende gelesen
Wunder  von Raquel J. Palagio
und wer es noch nicht kennt sollte sich einfach mal einlassen auf die Geschichte von August der mit einem Missgebildeten Gesicht auf die Welt kommt und im Alter von 10 Jahren zum ersten Mal eine Schule besucht. Wunder ist voll von wundervollen Gedanken wie wir anderen begegnen wer wahre Freunde sind und was Freundschaft alles bewirken kann.
So nun ist meine short Story eine ganz schön lange Sache geworden und eine Buchempfehlung noch dazu. Bin schon sehr gespannt was es unter der Rubrik Gedachtes im März zu erzählen gibt. 
 

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